Es geht weiter, aber die Finanzierung zehrt an den Nerven…

Nachdem hier eine Weile Funkstille war ist es mal wieder Zeit für eine Information, wo wir uns derzeit mit unserem Restaurierungsprojekt befinden…

Spieltischrestaurierung: Konzept noch einmal geändert

Es geht weiter: der 3. Bauabschnitt – die Restaurierung des Spieltisches – wurde Anfang des Jahres kirchenaufsichtlich genehmigt. Zuvor gab es aber noch eine Änderung des Restaurierungskonzepts, welches auch denkmalpflegerisch und orgelfachlich abgestimmt werden musste, was wieder einige Zeit in Anspruch nahm.

Während der Konzipierungsphase der Restaurierung waren verschiedene Ansätze intensivst diskutiert worden und es lief zunächst auf eine Rekonstruktion hinaus, d.h. auf einen Nachbau des Originalspieltisches. Der Originalspieltisch wäre dann als Anschauungsobjekt ausgestellt worden aber wäre nicht mehr angeschlossen gewesen.

Auf Anregung der ausführenden Spezialfirma für Orgelspieltische aus Bayern wurde dann aber doch ein Vorgehen vorgeschlagen und letztlich genehmigt, bei dem der Originalspieltisch erhalten bleibt. Er wird äußerlich restauriert werden, während im Inneren die Originaltechnik von 1925 vorführbar bleibt (aber nicht mehr funktional sein wird) und gleichzeitig zeitgemäße Technik, z.B. elektronische Setzer, von außen nicht sichtbar ergänzt werden, um die Spielbarkeit der Orgel zu vereinfachen und noch vielfältiger gestalten zu können.

Umsetzung des Klimakonzepts abgeschlossen

Die wichtigste Bedingung von Denkmalbehörden und einigen Förderern war, dass ein nachhaltig verbessertes Klima in der Kirche sichergestellt werden kann. Die bauliche Umsetzung wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Abluftanlage war ja bereits letztes Jahr fertig, die Abnahme des eigens erstellten „Türmchens“ für die Frischluftzufuhr zog sich jedoch etwas hin, hier aber mal zwei Bilder – auch hierfür war wieder eine denkmalrechtliche Genehmigung erforderlich!

Frischluftzufuhr VorderansichtFrischluftzufuhr Hinteransicht

Die Luft wird durch das sichtbare graue Gitter angesaugt und dann über einen Tunnel in den Kircheninnenraum geleitet.

Zu einigen Verzögerungen – und zusätzlichen Kosten – führte auch, dass im Heizungsraum zunächst Feuchtigkeit in den Wänden bekämpft werden musste, bevor ein Einbau des Schaltkastens für die neue Heizungsregelung erfolgen konnte. Mittlerweile ist jedoch alles in Betrieb, so dass die baulichen Voraussetzungen erfüllt sind, damit die Ergebnisse der Restaurierung auch nachhaltig sein werden.

Finanzierung – ein Dauerthema…

Unser größtes Thema – und auch ein Stück weit Grund für die längere Funkstille hier – bleibt aber weiterhin die Finanzierung… Bereits vor über sieben Monaten wurde uns mündlich berichtet, dass wir aller Voraussicht nach in den Genuss einer erheblichen Förderung kommen werden, jedoch zieht sich die Klärung grundlegender Fragen zur Vergabe und Verwaltung sehr in die Länge, weshalb wir sogar zwischenzeitlich mit einem Abschlusstermin der Restaurierung erst im Jahre 2018 planen – ohne ausreichende finanzielle Mittel geht’s halt nicht…

Auch weiterhin freuen wir uns daher über jeden zusätzlichen Förderer – seit einiger Zeit ist auch einmal im Monat die sonntägliche Türkollekte der Orgel gewidmet. Jeder zusätzliche Euro hilft, das Projekt schneller abschließen zu können!

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